√úrziger Sonnenuhr im Familienbesitz

Das WeinGut Benedict Loosen Erbenmit seinen bekannten Weinlagen wird den Freund edler Weine begeistern.

Die √úrziger Sonnenuhr befindet sich in unserm Familienbesitz und wo
die Weinberge am steilsten sind, reifen Spitzenweine der bekannten Lagen.

Zeitmessung war nicht immer digital

Die √úrziger Sonnenuhr z√§hlt zu den klassischsten Sonnenuhren und ist die √§lteste an der Mosel mit r√∂mischen Ziffern. Sie ist eine Vertikalsonnenuhr mit einem ebenem Zifferblatt und einem Polstab. Eine j√§h abschie√üende Felswand unterbricht das √úrziger Rebgel√§nde. Mauerreste lassen den Platz erkennen, wo seit dem 11. Jahrhundert die feste Burg Urley stand. Auf horizontaler Felsschicht ist die etwa 7,5 Meter breite Au√üenwand mit B√∂schung gerade hochgef√ľhrt; im verputzten Bruchsteinmauerwerk liegen innerhalb flachbogiger Nischen rechteckige Fenster√∂ffnungen in rotem Sandstein, mit sauberer breiter Schr√§ge und hohem Sturz. Diese Felswand war Schauplatz einer historischen Geschichte. Im Mittelalter standen drei Burgen in √úrzig. Lediglich eine von ihnen ist noch als Ruine erkennbar. An den √úberresten eines ehemaligen Wachtturms befindet sich die Sonnenuhr. In dem Wachtturm bot sich von Anfang an ein geeigneter Standort, denn dessen historische Fassade ist exakt nach S√ľden ausgerichtet und ein markanter Gel√§ndepunkt au√üerdem. Im Vergleich mit den anderen Gro√üuhren scheint die √úrziger (aufgrund ihrer Genauigkeit) am ehesten geometrisch konstruiert worden zu sein. Auffallend sind die r√∂mische Zahlzeichen.
 

Auf diesen schwindelerregenden Steilh√§ngen mit den typischen Schieferb√∂den wachsen und reifen ausschlie√ülich herzhafte, fruchtige, w√ľrzige Rieslingweine, die dem Ort und seinen Weinlagen den weltbekannten Ruf brachten.
Sie gilt als die älteste Sonnenuhr an der Mosel mit römischen Ziffern.

Hinter der Sonnenuhr liegen zwei Wohnr√§ume √ľbereinander, durch Eintreiben in den Fels acht bis zehn Quadratmeter gro√ü; der obere war nur durch ein Schlitzfenster von Osten her beleuchtet. Ein drittes Geschoss, mit etwa drei Quadratmetern Nutzraum, ist mit Resten einer Fensterleibung erhalten. Das Mauerwerk endet dann sehr schmal werdend in Ruinen; oben links wird die Br√ľstung mit Zinnen angenommen. Am Fu√ü des Turmes, auf der √∂stlichen Schmalseite ist eine √Ėffnung mit Schr√§ge wie an den Fenstern, gesch√ľtzt von oben durch eine Schie√üscharte und eine vom dritten Geschoss aus zu bedienende Pechnase, deren Konsolen im Karnies (Schmuckelement der Architektur) geschweift sind.

Am Fu√üe des Felsens linker Hand ist eine Nische mit der kleinen, sehr vom Wetter zerst√∂rten Holzfigur der Mutter Gottes mit dem Kinde. 

In der Mitte des Zifferblattes befindet sich eine Nische, in der die Figur des Kuno von Pfullingen aufgestellt ist. Anno 1066 war Kuno (Konrad) von Pfullingen, (* um 1016 in Pfullingen; † 1. Juni 1066 in Ürzig) designierter Erzbischof von Trier.

Mord und Totschlag
Aber die Trierer f√ľhlten sich bei dieser Entscheidung √ľbergangen. Es kam zur Gefangennahme und Ermordung des Kuno von Pfullingen.               
Auf dem Weg von K√∂ln nach Trier schlugen Kuno und seine Mitreisenden bei Bitburg am 17. Mai 1066 ihr Nachtlager auf. Am Morgen danach wurden sie √ľberfallen, beraubt und Kuno wurde ostw√§rts auf die Burg √úrzig verschleppt und eingekerkert.
Am 1. Juni 1066 sollte Kuno ermordet werden und wurde drei Mal von einem Vorsprung nahe der Burg gest√ľrzt, die er jedoch alle √ľberlebte. Um das Ziel zu erreichen, wurde er enthauptet. Sein Leichnam blieb f√ľr die n√§chsten 30 Tage unbestattet, bis L√∂snicher Bauern ihn fanden und in L√∂snich beisetzten.
Auf Betreiben Bischof Theoderichs von Verdun wurde sein Leichnam in die Klosterkirche der Benediktinerabtei Tholey √ľberf√ľhrt und dort am 10. Juli 1066 beigesetzt.

Interessante Tiere leben in unseren lebendigen Weinbergen. So z. B. die Mauereidechse, die bevorzugt in den dort befindlichen Trockenmauern oder √§hnlichen Hohlr√§umen mit offenen Fugen und Spalten leben.  An den Mauern wachsen zahlreiche Pflanzen, die viele Insekten anlocken, die auf dem Speiseplan der Eidechsen stehen. Mauereidechsen verzehren Kleintiere wie Insekten, Spinnen, W√ľrmer und Schnecken. Genau so sieht auch der Speiseplan derSchlingnattern aus, die ebenfalls das Habitat der Weinberge sch√§tzt.
Fressen und gefressen werden, denn die jungen Eidechsen werden von den Schlingnattern gefressen.  Ausgewachsene Echsen wiederum sind Beute f√ľr Greifv√∂geln, wie Turmfalken und M√§usebussarde, die ebenfalls in unseren Weinbergen rund um die √úrziger Sonnenuhr beheimatet sind. Auf der nationalen ‚ÄěRoten Liste‚Äú wird die Schlingnatter mit Stufe 3 als gef√§hrdet‚Äú gef√ľhrt. Und obwohl die Mauereidechse  bei uns nicht vom Aussterben bedroht ist, ist sie EU-weit streng gesch√ľtzt. 

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